Stromkosten-Rechner · kWh-Kosten berechnen: Watt, Stunden, Arbeitspreis
kWh-Kosten berechnen: Watt, Stunden, Arbeitspreis
Stromkosten-Rechner im App Store ladenDie Jahresrechnung nennt eine Summe. Sie nennt selten das Gerät, das die Summe treibt. Dafür brauchst du drei Angaben: die Leistung in Watt, die Nutzungsdauer in Stunden und den Arbeitspreis von deiner Stromrechnung. Aus diesen drei Zahlen werden Kilowattstunden und Euro — auf Papier, im Kopf oder in unserer App Stromkosten-Rechner.
Die Schritte unten sind derselbe Rechenweg, den die App intern verwendet. Vorlagen ersetzen kein Typenschild, und ein Beispielpreis ist kein Tarif.
In acht Schritten zur Geräte-Rechnung
- Arbeitspreis von der letzten Stromrechnung ablesen und in Euro je Kilowattstunde notieren.
- Leistung des Geräts in Watt vom Typenschild, aus dem Handbuch oder aus einer der 14 Vorlagen übernehmen.
- Tägliche Nutzungsdauer in Stunden schätzen — ehrlich, ohne Wunschdenken.
- Verbrauch rechnen: Watt mal Stunden mal Tage, geteilt durch 1000, ergibt Kilowattstunden.
- Kosten rechnen: Kilowattstunden mal Arbeitspreis. Gebündelt: P(W) × h × Tage × Preis / 1000.
- Bereitschaft getrennt addieren: Standby-Watt mal restliche Stunden mal Tage, wieder durch 1000.
- Ergebnisse nach Euro sortieren, nicht nach der größten Wattzahl auf dem Schild.
- Dieselben Werte in der App Stromkosten-Rechner eintragen und den Haushalt speichern.
Was eine Kilowattstunde ist
Kilowatt (kW) ist Leistung in einem Moment. Kilowattstunde (kWh) ist Arbeit über Zeit. Ein Gerät mit 1000 Watt, das eine Stunde läuft, setzt eine Kilowattstunde um. Ein Gerät mit 100 Watt braucht dafür zehn Stunden. Die Rechnung des Versorgers rechnet fast immer in kWh, nicht in Watt. Wer Watt mit dem Arbeitspreis multipliziert und den Teiler 1000 vergisst, landet beim Tausendfachen — aus fünfzig Euro im Jahr werden dann fünfzigtausend.
Der Teiler 1000 ist der Schritt von Wattstunde zu Kilowattstunde. Watt mal Stunden ergibt Wattstunden. Tausend Wattstunden sind eine Kilowattstunde. Deshalb steht die 1000 im Nenner, nicht als Zierde.
Die Formel mit einem durchgerechneten Beispiel
Für den Betrieb gilt:
Euro = P(W) × Stunden pro Tag × Tage × Arbeitspreis (€/kWh) / 1000
Beispiel, ausdrücklich als Rechenweg, nicht als dein Tarif: ein Fernseher mit 100 Watt, vier Stunden am Tag, 365 Tage, Arbeitspreis 0,35 €/kWh. Die 0,35 Euro sind der Startwert in der App und ein runder Satz, damit die Arithmetik nachvollziehbar bleibt. Deinen Satz liest du auf der Rechnung.
Zuerst die Kilowattstunden:
100 × 4 × 365 / 1000 = 146 kWh im Jahr.
Dann das Geld:
146 × 0,35 = 51,10 € im Jahr.
Oder in einem Zug: 100 × 4 × 365 × 0,35 / 1000 = 51,10 €.
Für einen Monat teilst du durch zwölf, wenn die Nutzung über das Jahr gleichmäßig ist. Für eine Woche multiplizierst du den Tagesverbrauch mit sieben. Waschmaschine und Trockner denkst du oft in Gängen pro Woche statt in Stunden pro Tag; dann ist „Stunden pro Tag“ der Wochenwert geteilt durch sieben. Eine Stunde Trockner an drei Tagen die Woche ist 3/7 Stunden pro Tag, nicht eine volle Stunde jeden Tag.
Den Arbeitspreis von der Rechnung holen
Der Arbeitspreis steht auf der Jahresabrechnung oder auf der Preisinformation des Vertrags, meist in Cent je Kilowattstunde. 32 Cent sind 0,32 Euro. Dieselbe Zahl braucht die Formel, sonst mischst du Einheiten. Manche Blätter zeigen Netto und Brutto; für die Haushaltsrechnung ist der Bruttopreis die Zahl, die du überweist.
Haushalts-Arbeitspreise liegen typischerweise im Bereich einiger Dutzend Cent je Kilowattstunde — grob oft irgendwo zwischen etwa 25 und 40 Cent, je nach Vertrag, Netzgebiet und ob du in der Grundversorgung hängst. Das ist eine Spanne zur Orientierung, keine amtliche Punktzahl und kein Ersatz für dein Blatt. Die Bundesnetzagentur erklärt den Arbeitspreis als den verbrauchsabhängigen Posten in Cent je kWh. Einen einzelnen „Deutschlandpreis“ als Pflichtwert in die Formel zu schreiben wäre ungenau; Verträge streuen, und sie ändern sich.
Was die Formel oben nicht enthält, ist der Grundpreis. Der Grundpreis ist ein fester Betrag in Euro pro Monat oder Jahr, unabhängig davon, ob der Fernseher läuft. Geräte-Kosten und Tarif-Fixkosten sind zwei Rechnungen. Den Unterschied erklärt die Seite Grundpreis und Arbeitspreis.
Leistung: Schild, Mittelwert, Vorlage
Auf vielen Geräten steht eine Nennleistung. Der Wasserkocher mit 2000 Watt zieht die 2000 Watt, während das Wasser kocht — und danach nichts, wenn er wirklich aus ist. Der Kühlschrank mit „100 Watt“ auf einer Vorlage ist ein anderer Fall: der Kompressor taktet. Er läuft nicht acht Stunden am Stück auf Volllast, und er läuft nicht 24 Stunden auf 100 Watt. Die acht Stunden in der Vorlage sind eine übliche Näherung für die eingeschaltete Zeit, kein Messprotokoll deines Modells.
Steht auf dem Energielabel ein Jahresverbrauch in kWh, ist das oft die bessere Ausgangszahl als die Wattzahl — zumindest bei Kühlgeräten, deren Label-Verbrauch bereits ein genormtes Nutzungsprofil enthält. Bei Fernseher, Rechner und Klimagerät bleibt die Kombination aus Watt und deinen Stunden ehrlicher, weil die Nutzungsprofile so weit auseinanderliegen.
Unsere App legt 14 Geräte-Vorlagen mit typischen Wattzahlen an. Du überschreibst Laufzeit und Preis. Passt das Schild nicht zur Vorlage, legst du ein eigenes Gerät an. Die Vorlagen sind Startwerte, keine Laborwerte.
| Vorlage | Typische Leistung | Voreingestellte Stunden/Tag |
|---|---|---|
| Kühlschrank | 100 W | 8 |
| Gefriertruhe | 150 W | 8 |
| Waschmaschine | 2000 W | 0,5 |
| Trockner | 2500 W | 0,5 |
| Geschirrspüler | 1800 W | 1 |
| Backofen | 3000 W | 0,5 |
| Fernseher | 100 W | 4 |
| Spielkonsole | 150 W | 2 |
| Computer | 200 W | 6 |
| Router | 12 W | 24 |
| Beleuchtung (LED) | 60 W | 5 |
| Wasserkocher | 2000 W | 0,2 |
| Kaffeemaschine | 1000 W | 0,3 |
| Klimagerät | 1500 W | 3 |
Rechnest du den Trockner mit der Vorlage durch (wieder 0,35 €/kWh als Beispiel, nicht als Tarif): 2500 × 0,5 × 365 × 0,35 / 1000 = 159,69 € im Jahr bei 456,25 kWh. Läuft er bei dir nur einmal die Woche eine Stunde, ist die Rechnung halb so groß. Läuft er nach jedem Waschen, wächst sie. Die Vorlage ist die Frage, nicht die Antwort.
Das Klimagerät mit drei Stunden an 365 Tagen ist ebenfalls eine Startannahme. In einem kühlen Sommer ohne Gerät sind es null Stunden; in einer Hitzewelle können es mehr sein. Deshalb gehört die Stunde dir, nicht der Tabelle.
Bereitschaft nicht in denselben Topf
Viele Geräte sind nach dem Ausschalten mit der Fernbedienung nicht stromlos. Sie halten Uhr, HDMI-Erkennung oder Netzwerk am Leben. Die App rechnet diese Bereitschaft getrennt: Standby-Watt mal (24 minus Betriebsstunden) mal Tage, geteilt durch 1000. Beim Fernseher der Vorlage sind das 0,5 Watt über 20 Stunden. 0,5 × 20 × 365 / 1000 = 3,65 kWh — mit dem Beispielpreis rund 1,28 € im Jahr. Unspektakulär allein, lästig in der Summe, sobald Konsole, Rechner und Kaffeemaschine dasselbe Spiel spielen.
Router und Kühlschrank gehören nicht in diese Logik. Der Router mit 12 Watt und 24 Stunden ist Dauerbetrieb, kein Standby. Der Kühlschrank kühlt, auch wenn die Tür zu ist. Details und was sich abschalten lässt, stehen unter Standby frisst Geld.
Typische Fehler, die das Ergebnis unbrauchbar machen
| Fehler | Folge |
|---|---|
| Teiler 1000 vergessen | Ergebnis um Faktor 1000 zu hoch |
| Cent und Euro vermischt | 32 statt 0,32: wieder Faktor 100 |
| Wattzahl vom Wasserkocher auf den Kühlschrank übertragen | Kurzläufer und Dauerläufer vertauscht |
| Katalog-Watt statt gemessener Aufnahme | Vor allem bei alten Netzteile und „Schein-aus“ |
| Grundpreis in die Gerätezeile gemischt | Jedes Gerät trägt denselben Fixbetrag, Vergleich kippt |
| 365 Tage für ein Saisongerät | Klima und Heizlüfter werden zu Jahresmonstern |
| Betriebsstunden = 24 bei einem Gerät, das nur taktet | Kühlschrank-Watt mal 24 überschätzt oft den Label-Verbrauch |
Ein Strommessgerät zwischen Stecker und Dose beendet den Streit, wenn das Schild und das Gefühl nicht zusammenpassen. Zwei, drei Tage messen, den Mittelwert nehmen, in Watt oder kWh umrechnen — dann ist die Formel nicht mehr die Schätzung, sondern die Buchhaltung.
Was die App davon abnimmt
In Stromkosten-Rechner wählst du die Geräte, stellst Stunden ein, trägst deinen Arbeitspreis ein. Die App multipliziert, teilt durch 1000, weist Bereitschaft getrennt aus und sortiert nach Jahreskosten. Wohnung und Büro speicherst du als Haushalte, statt die Liste jedes Mal neu zu tippen. Die Daten bleiben auf dem Gerät.
Die App ersetzt nicht die Jahresabrechnung und keine Energieberatung. Sie macht sichtbar, welcher Posten sich zu lohnen scheint, bevor du einen Trockner kaufst oder einen Tarif anfasst. Ob der Tarifwechsel die Fixkosten frisst, steht auf Tarif und Geräte. Offene Einzelfragen sammelt die FAQ zu Stromkosten.
Wer denselben Rechenweg an einem ganzen Stapel Bereitschaftsgeräte durchziehen will, findet die Jahresrechnung im Beitrag Standby-Kosten im Jahr. Wer wissen will, warum der Kühlschrank den Backofen oft schlägt, liest Welches Gerät frisst Strom.
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