Stromkosten-Rechner · Blog · Standby-Kosten im Jahr: so rechnest du die Bereitschaft
Standby-Kosten im Jahr: so rechnest du die Bereitschaft
Stromkosten-Rechner im App Store ladenBereitschaft ist das Gegenteil von Dramatik. Kein Heißluftstrom, kein Trommelbumsen, nur ein Netzteil, das nicht kalt wird. Genau deshalb landet sie nicht auf der mentalen Rechnung. Auf der echten Rechnung landet sie trotzdem: als Kilowattstunden ohne Namen. Wer Standby im Jahr rechnen will, muss die Uhr ernst nehmen und die Wattzahl klein halten — beides, nicht eines von beiden.
Dieser Text ist die lange Jahresrechnung. Die kurze Problemstellung steht unter Standby frisst Geld. Die Betriebsformel ohne Warten steht unter kWh-Kosten berechnen. Unsere App Stromkosten-Rechner macht die Trennung automatisch, sobald eine Vorlage Bereitschaftswatt trägt.
Die Jahresformel, einmal in Ruhe
Für den wartenden Zustand gilt:
kWh_Standby = P_standby (W) / 1000 × (24 − h_Betrieb) × Tage
Euro_Standby = kWh_Standby × Arbeitspreis
Tage sind 365, wenn das Gerät das ganze Jahr am Netz hängt. Ein Saisongerät (Lichterkette, Klimasplit nur im August) bekommt weniger Tage, nicht weniger Ehrlichkeit.
Die Klammer (24 − h_Betrieb) ist der Teil, den die meisten Kopfrechnungen vergessen. Wer den Fernseher mit 0,5 W über 24 Stunden ansetzt, obwohl er vier Stunden läuft, zählt die Betriebszeit doppelt in den Standby. Wer ihn über 24 Stunden ansetzt und den Betrieb extra dazuaddiert, zählt die vier Stunden sogar dreifach in der Physik, doppelt im Geld. Die App klammert das: Betrieb auf den Betriebsstunden, Bereitschaft auf dem Rest, Summe danach.
Arbeitspreis: von der Rechnung, in Euro je kWh. In den Beispielen unten steht 0,35 €/kWh, der Startwert der App. Das ist ein runder Satz zum Nachrechnen, kein Marktpreis und keine Empfehlung. Haushalts-Arbeitspreise liegen typischerweise im Bereich einiger Dutzend Cent; die grobe Lage vieler Verträge ist etwa 25 bis 40 Cent. Dein Blatt sticht die Lage.
Der Grundpreis kommt in diese Jahresrechnung nicht hinein. LEDs am Receiver ändern die Zählermiete nicht. Die Zweiteilung erklärt Grundpreis und Arbeitspreis.
Ein Watt, das nie schläft
1 W × 24 h × 365 / 1000 = 8,76 kWh im Jahr.
Beim Rechenpreis 0,35 € sind das 3,07 € je Watt Dauerlast. Bei 0,30 € wären es 2,63 €, bei 0,40 € 3,50 €. Deshalb ist „jedes Watt rund um die Uhr“ eine brauchbare Faustregel, sobald du *deinen* Preis einsetzt. Sie gilt für echte Dauerlast. Sie gilt nicht für ein Gerät, das sechs Stunden arbeitet und achtzehn Stunden bei einem anderen Wert wartet — dann bitte die Klammer.
Zehn Watt Schein-aus über 24 Stunden sind 87,6 kWh, beim Rechenpreis rund 31 €. Das ist die Liga, in der sich eine Leiste lohnt. Ein halbes Watt über 20 Stunden ist 3,65 kWh, rund 1,28 €. Das ist die Liga, in der sich zwölf Funksteckdosen *nicht* lohnen, weil die Steckdosen selbst wieder ein Watt ziehen.
Der Stapel aus den Vorlagen
Vier der vierzehn Vorlagen in der App tragen Bereitschaft. Mit den voreingestellten Betriebsstunden und 0,35 €/kWh, alles als Startwerte:
| Gerät | Standby | Reststunden | kWh/Jahr | Euro/Jahr (0,35 €) |
|---|---|---|---|---|
| Fernseher | 0,5 W | 20 | 3,65 | 1,28 € |
| Spielkonsole | 1 W | 22 | 8,03 | 2,81 € |
| Computer | 2 W | 18 | 13,14 | 4,60 € |
| Kaffeemaschine | 1 W | 23,7 | 8,65 | 3,03 € |
| Summe Vorlage | 33,47 | 11,72 € |
Elf Euro. Kein Drama. Genau so sieht ein moderner Park aus, wenn die Vorlagen passen: Ökodesign hat die ganz groben Receiver-Werte der 2000er nach unten gedrückt. Der Text wäre gelogen, wenn er aus diesen vier Zeilen 150 € machte.
Der Text wäre auch gelogen, wenn er dabei stehenbliebe. Drei Dinge kippen den Stapel.
Alter Park. Ein Fernseher mit Schnellstart und 8 W statt 0,5 W: 8 × 20 × 365 / 1000 = 58,4 kWh ≈ 20 €. Eine Konsole im Instant-On mit 10 W: 10 × 22 × 365 / 1000 = 80,3 kWh ≈ 28 €. Ein Drucker, der nie schläft, 6 W über 23 Stunden: 50,4 kWh ≈ 18 €. Soundbar plus Receiver plus altes Radio: noch einmal dasselbe. Aus 12 € Vorlagen-Summe werden 80 bis 120 €, ohne dass jemand „das Gerät benutzt“ hätte.
Mehrere Exemplare. Zwei Bildschirme, zwei Konsolen im Kinderzimmer, ein Mini-PC der immer „gleich an“ sein soll. Die Formel ist linear. Die App ist linear. Die Leiste hinter dem Medienmöbel ist der nichtlineare Trick: ein Schalter, viele Reststunden auf null.
Schein-aus, das niemand Standby nennt. USB-Netzteile in der Leiste, Lautsprecher mit Netzteil, eine Lampe mit Funkmodul, ein Mesh-Satellit extra. Jedes ein bis drei Watt. Fünf Stück sind 5 bis 15 W Dauerlast, 44 bis 131 kWh, 15 bis 46 € beim Rechenpreis. Das ist dann keine TV-Zeile mehr, das ist Grundlast.
Was Ratgeber meinen, wenn sie 10 bis 20 Prozent sagen
Versorger und Sparportale schreiben regelmäßig, Standby könne rund ein Zehntel der Stromrechnung ausmachen, manchmal bis etwa ein Fünftel. Die Spanne ist ehrlich, die Punktzahl nicht. Was in den Topf wandert, ist Definitionsache: zählt der Router mit? Zählt die Heizungspumpe? Zählt das Netzteil der Alarmanlage?
Für die App-Logik zählt nur, was du als Bereitschaftswatt an ein Gerät hängst, das auch Betriebsstunden hat. Der Router mit 12 W und 24 Stunden ist in der Vorlage *Betrieb*, rund 105 kWh und 37 € beim Rechenpreis. Den auszustecken ist ein Netz-Entscheid, kein Standby-Entscheid. Der Kühlschrank ebenso.
Wenn ein Ratgeber „bis 115 Euro im Einfamilienhaus“ schreibt, steckt in der Zahl ein angenommener Gerätepark *und* ein angenommener Arbeitspreis *und* oft Geräte, die du nicht hast. Nimm die Zahl als Warnung, nicht als dein Guthaben. Dein Guthaben ist die Summe der Zeilen, die du selbst ansetzt oder misst.
Messen: drei Nächte, ein Mittel, eine Zahl in Watt
Ein Zwischenstecker mit Anzeige kostet wenig und beendet Religion. Vorgehen, das sich bewährt hat:
Steck das Messgerät zwischen Dose und Gerät. Betrieb einmal anschauen (passt die Wattzahl grob zur Vorlage?). Dann Gerät „aus“ mit der Fernbedienung. Ablesen nach einer Stunde, nicht nach zehn Sekunden — mancher Spitzenwert ist der Rest der Platine. Über Nacht liegen lassen, Kilowattstunden notieren, in Watt zurückrechnen: kWh × 1000 / Stunden.
Drei Nächte mitteln den Quatsch einer Update-Stunde. Den Mittelwert trägst du in der App als Standby-Watt ein, oder du legst ein eigenes Gerät „Receiver Schein-aus“ mit 24 Stunden an, wenn es nie wirklich in den Betrieb wechselt.
Zweite Messung, größer: Hauszähler ablesen, Urlaub, möglichst viel wirklich aus (Leisten, nicht Kühlschrank), wieder ablesen. kWh-Differenz durch Tage durch 24 mal 1000 ergibt grob Watt Grundlast der Wohnung. 40 W sind ein aufgeräumter Park. 150 W plus heißen, dass irgendwo eine Pumpe, ein zweiter Kühlschrank oder ein Keller-Dauerläufer mitspielt. Die App sieht den Keller nicht, bis du ihn als Gerät anlegst.
Was sich im Jahr lohnt — und was Theater ist
Leiste am Medienmöbel. TV, Konsole, Soundbar, Receiver, oft der Fire-TV-Stick-Adapter. Ein Schalter abends. Wirkung: die Reststunden dieser Gruppe fallen auf null, plus ihre Schein-aus-Watt. In einem alten Park der größte Hebel ohne Anschaffung. In einem neuen Park oft nur ein paar Euro — dann ist es trotzdem Ordnung, nicht Ökonomie.
Kaffeemaschine. Warmhalten über den Arbeitstag gegen Aus nach der Kanne. Die Vorlage mit 1 W und 23,7 h ist 8,65 kWh. Manche Vollautomaten liegen deutlich darüber, solange der Kessel bereit bleiben soll. Hier entscheidet der Morgen, nicht das Jahr: wenn du um 15 Uhr noch einen Espresso willst ohne Wartezeit, kaufst du die Watt bewusst.
Computer. 2 W in der Vorlage sind ein freundlicher Schlaf. Viele Desktop-Netzteile im „Schein-aus“ liegen höher. Herunterfahren statt Sleep, wenn der Rechner nachts nichts rendert. Instant-On der Konsole nur, wenn du den Nutzen (Update, Remote) willst.
Funksteckdosen überall. Jede Dose ein Watt, zwölf Dosen 12 W, 105 kWh, 37 € beim Rechenpreis — so viel wie der Router, nur für die Fähigkeit, den Router auszumachen. Eine mechanische Leiste am richtigen Möbel schlägt ein Smart-Home-Teppich aus Dauerlast.
Router nachts aus. Spareffekt klar, Kollateralschaden klar (Telefon, Wecker, Kamera, smartes Schloss). Nur sinnvoll, wenn das Haus ohne Netz schläft. Sonst ist das der falsche Topf.
Kühlschrank aus. Kein Standby-Projekt. Das ist verderbliche Ware.
Wie die App die Jahreszahl baut
Du wählst Geräte, darunter die vier mit Bereitschaft. Du stellst Betriebsstunden ein. Alles über 24 wird auf 24 geklemmt, Standby dann null. Unter 24 multipliziert die App standbyWatts / 1000 * (24 - hours) * 365. In der Übersicht erscheint der Standby-Eurobetrag extra, nicht nur in der Summe. So siehst du, ob der Stapel überhaupt in die Liga Trockner/Gefrieren rutscht.
Haushalte speichern den Park. Im Büro ist der Stapel oft Rechner plus Monitore plus Dock plus Drucker. In der Wohnung TV plus Konsole. Zwei Listen, zwei Summen, kein Hin-und-her-Tippen.
Den Arbeitspreis änderst du, wenn der Vertrag sich ändert. Dann skalieren Betrieb *und* Standby, weil beide kWh sind. Ein Tarifwechsel senkt Bereitschaft genauso proportional wie den Trockner — nur ist der Trockner oft die größere Basis.
Stromkosten-Rechner im App Store laden
Ein durchgerechneter Abendpark, alt gegen neu
Annahme, wieder 0,35 €, 365 Tage, Betrieb wie in den Vorlagen wo sinnvoll.
Park neu (Vorlagen plus ein Receiver 0,5 W, 20 h Rest):
- TV 0,5 W → 3,65 kWh → 1,28 €
- Konsole 1 W → 8,03 kWh → 2,81 €
- Receiver 0,5 W → 3,65 kWh → 1,28 €
- Summe Standby ≈ 15,3 kWh ≈ 5,40 €
Park alt (gemessene Größenordnungen, keine Amtszahlen):
- TV Schnellstart 8 W, 20 h → 58,4 kWh → 20,44 €
- Konsole Instant-On 10 W, 22 h → 80,3 kWh → 28,11 €
- Receiver 12 W, 20 h → 87,6 kWh → 30,66 €
- Drucker 6 W, 23 h → 50,4 kWh → 17,63 €
- Summe Standby ≈ 277 kWh ≈ 97 €
Die Leiste am alten Park holt im Jahr ungefähr die 97 € minus dem, was du wirklich im Betrieb brauchst. Die Leiste am neuen Park holt eine Pizza. Beide Male ist die Physik dieselbe. Nur der Park ist ein anderer. Deshalb lügt jede Überschrift „Standby kostet 100 Euro“, die den Park verschweigt.
Betrieb bleibt extra. Der alte Receiver im Betrieb kann 40 W haben; das ist ein anderer Posten. Dieser Text zählt nur das Warten.
Grundlast ist größer als Standby
Wer am Zähler 120 W nachts sieht, hat nicht 120 W Fernseher-LED. Typisch gemischt:
- Kühl- und Gefriergeräte, taktender Kompressor, Mittelwert oft Dutzende Watt
- Router, Mesh, Telefonanlage
- Heizungspumpe, wenn die Anlage nicht abschaltet
- Server, NAS, Smart-Home-Zentrale
- echtes Standby und Schein-aus
Die App kann die 120 W nicht in diese Eimer splitten. Du kannst es, indem du die Eimer als Geräte anlegst. Erst dann sagt die Sortierung nach Jahreskosten, ob der NAS oder der Trockner der lohnendere Blick ist. Standby ohne diese Ehrlichkeit wird zur Moral: „Schalt alles aus“ — und der Keller zieht weiter.
Verhältnis zum Rest der Mini-Site
Bereitschaft ist ein Arbeitspreis-Thema. Sie ändert den Grundpreis nicht. Sie ändert den Abschlag nur, soweit die kWh in der Jahresmessung landen — und das tun sie, namenlos. Wer den Tarif wechselt, wechselt auch den Preis jeder Standby-Kilowattstunde. Wer das teuerste *Gerät* sucht, sollte Standby nicht mit der Wattzahl auf dem Schild verwechseln; die Sortierung nach Jahreskosten in der App verhindert genau das.
Weiter: Tarif und Geräte, Welches Gerät frisst Strom, FAQ. Die Kurzfassung für den Alltag bleibt: Reststunden mal kleines Watt mal Preis durch 1000, getrennt vom Betrieb, Preis von der Rechnung, Leiste dort, wo viele Reststunden an einem Möbel hängen.
Stromkosten-Rechner im App Store laden