Blitzrechnung · Nebenberuf ohne DATEV: schnell eine Rechnung raus
Nebenberuf ohne DATEV: schnell eine Rechnung raus
Blitzrechnung im App Store ladenDer Nebenberuf hat oft keine Buchhaltungsabteilung und keinen Mandantenordner in der Kanzlei-Software. Er hat Feierabend, ein iPhone und einen Kunden, der „Können Sie eine Rechnung schicken?“ schreibt. DATEV ist in diesem Satz der falsche Reflex: DATEV ist die Sprache zwischen Steuerberater und Finanzamt, nicht die Sprache zwischen dir und dem Auftraggeber.
Unser Produkt Blitzrechnung schreibt die Ausgangsrechnung. Es exportiert kein DATEV, gleicht kein Konto ab, mahnt nicht. Genau deshalb passt es zu 1–20 Rechnungen im Monat — und passt nicht, sobald du Kontenrahmen und Belegstapel an die Kanzlei übergeben willst.
Was „ohne DATEV“ hier heißt
Ohne DATEV heißt: Du brauchst für das Rausschicken keine Beraternummer, keinen SKR03, keine Buchungssätze. Der Kunde braucht Name, Leistung, Betrag, Zahlungsweg, bei Kleinunternehmern den §-19-Hinweis.
Der Steuerberater braucht später trotzdem Unterlagen. Die lieferst du als PDF-Ordner, als Export, den die Kanzlei einliest, oder als Belege im Karton. Das ist ein zweiter Prozess. Ihn mit der ersten Rechnung zu vermischen, ist der Grund, warum Menschen eine Suite kaufen und dann drei Menüs brauchen, um „120 Euro Coaching“ zu schreiben.
Wenn die Kanzlei ausdrücklich eine DATEV-Datei will, ist Blitzrechnung das falsche Werkzeug. Sage das laut, bevor ein Review „kein DATEV“ als überraschenden Mangel verkauft.
Der typische Nebenberuf
Coaching am Wochenende. Grafik nach Feierabend. Kleingewerbe auf dem Markt. Handwerkliche Notfälle. Fotos für den Verein gegen Rechnung. Umsatz, der unter oder knapp an den in der Fachpresse diskutierten Kleinunternehmer-Grenzen liegt: 25.000 Euro im Vorjahr, 100.000 Euro im laufenden Jahr, netto, Stand § 19 Abs. 1 UStG. Prüfe die aktuellen BMF-Grenzen, bevor du den Status als fest betrachtest.
Die Rechnung ist selten. Sie muss trotzdem vollständig sein. Der Kunde im Hauptberuf kennt Pflichtangaben und schickt lückenhafte PDFs zurück. Der Privatkunde kennt sie nicht und überweist trotzdem — bis das Finanzamt nachfragt.
Ablauf, den die meisten wollen: Auftrag fertig, noch auf dem Radweg die PDF, IBAN sichtbar, fertig. Dafür ist die Anleitung da, nicht ein Onboarding mit Banken-TAN.
Steuerstatus: zwei Schalter, nicht fünf
Kleinunternehmer. 0 %, kein Steuerbetrag, Satz „umsatzsteuerfrei gem. § 19 UStG“. Kein Vorsteuerabzug aus Einkäufen, die zu diesem Unternehmen gehören. Weniger Formulare, mehr Disziplin bei den Grenzen.
Regelbesteuerung. 19 % oder 7 %, Netto plus Steuer plus Brutto. Vorsteuer möglich. Voranmeldung — die macht nicht die Rechnungs-App.
Im Nebenberuf wechseln Leute den Schalter seltener als sie denken. Was sie tun: eine alte Vorlage mit 19 % weiterbenutzen, obwohl der Fragebogen zur steuerlichen Erfassung die Kleinunternehmerregelung gewählt hat. Oder umgekehrt nach einem Verzicht auf § 19 weiter 0 % schreiben. Beides ist teurer als drei Taps in den Einstellungen.
Blitzrechnung kennt 19, 7 und 0. Es entscheidet nicht, welcher Satz dir zusteht.
Was du im Zweitjob wirklich verwalten musst
Kunden. Drei bis dreißig Adressen, nicht dreitausend. Rechnungen. Nummer, Betrag, offen oder bezahlt. Ausgaben. Belege, die die EÜR später sieht: Software, Material, Bahn. Nicht: Lohn, Anlagenbuchhaltung, Kostenstellen.
Deshalb hat Blitzrechnung Kunden, Belege nach Kategorie und ein Dashboard mit Umsatz und offenen Posten. Deshalb hat es kein Mahnwesen. Eine überfällige Rechnung im Nebenberuf ist oft eine WhatsApp, nicht eine dreistufige Mahngebühr.
Offene Posten ohne Bankabgleich heißen: Du hakst selbst ab, wenn der Betrag auf dem Giro landet. Das ist bei zwölf Zahlungen im Jahr zumutbar. Bei zwölf Zahlungen am Tag nicht.
iPhone first, weil der Schreibtisch der Küchentisch ist
Hauptberuf hat oft einen Laptop im Büro. Nebenberuf hat den Feierabend. Eine Desktop-Suite mit App als Fernbedienung setzt voraus, dass du abends den Laptop aufklappst. Eine iPhone-App setzt voraus, dass das Profil schon stimmt.
Unter einer Minute ist kein Werbespot, wenn Kunde und Leistung sitzen. Es ist die Zeit zwischen „Danke, gerne per Rechnung“ und „ist raus“. Länger wird es nur, wenn Stammdaten fehlen — das ist Vorbereitung, nicht Magie.
Word auf dem Telefon ist der andere Weg; warum er nach ein paar Belegen kippt, steht im Vergleich Word versus Rechnungs-App.
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Pflichtangaben bleiben Pflicht, auch nach 23 Uhr
Nebenberuf entschuldigt keine fehlende Anschrift. Die Liste ist dieselbe wie im Hauptberuf: Pflichtangaben in Deutschland. Besonders oft fehlen im Zweitjob:
Die Steuernummer, weil die letzte Mail vom Finanzamt in einem anderen Postfach liegt. Die vollständige Kundenadresse, weil nur eine Handynummer existiert. Der §-19-Hinweis, weil die Vorlage aus einem YouTube-Video ohne Rechtsrahmen stammt.
Setze die Steuernummer einmal im Profil. Verlange vom Kunden Straße und Ort, bevor du leistest — nicht danach in einer Korrektur-PDF. Schalte 0 % plus Hinweis, wenn du Kleinunternehmer bist.
Was du dem Steuerberater trotzdem mitbringst
Einmal im Jahr oder quartalsweise: alle Ausgangs-PDFs, alle Belege, eine Liste der Umsätze. Manche Kanzleien wollen DATEV, manche wollen DATEV-unabhängig ein ZIP. Frag vor der ersten Saison, nicht im April.
Blitzrechnung ersetzt dieses Gespräch nicht. Es gibt dir die PDFs und eine Übersicht offener Posten. Belege kannst du in der App kategorisieren — das ist Ablage, keine EÜR.
Wenn die Kanzlei sagt „ohne DATEV-Schnittstelle arbeiten wir nicht“, hast du drei Optionen: Kanzlei wechseln, Suite kaufen, oder die PDFs so liefern, dass ein Mensch sie verbucht. Viele kleine Mandate leben von der dritten Option. Versprich das nicht als Feature der App.
Geld, Zeit, Abo
Im Nebenberuf ist 4,99 € im Monat sichtbar, weil der Auftrag oft 80 oder 400 Euro groß ist. Gegenrechnung: eine korrigierte Rechnung nach § 14c, eine Stunde Vorlage-Gefrickel, ein verlorener Kunde, der unprofessionell wirkende PDFs nicht mehr beauftragt.
Pro: unbegrenzt Rechnungen, ohne Banner, sieben Tage testen, jährlich 49,99 €. Kostenlos bleiben Kunden, Belege, Ansicht bestehender PDFs — mit Banner, ohne neue Rechnung. Das ist bewusst so, weil die Erstellung der Job ist, den die App verkauft.
Keine Einrichtungspauschale, kein DATEV-Modul, kein Sitz in einem Steuerberater-Netzwerk.
E-Rechnung im Nebenberuf
Empfangen: seit 2025 musst du strukturierte Rechnungen annehmen können, wenn ein anderer Unternehmer sie schickt. Ein Mailfach reicht als technischer Mindestweg; visuell hilft ein Viewer.
Ausstellen: als Kleinunternehmer darfst du sonstige Rechnungen (PDF) weiter nutzen. Als regelbesteuerter Nebenberuf greifen Übergangsfristen — prüfe, ob du 2027 noch PDF schicken darfst oder schon XML musst.
Blitzrechnung: PDF für den Menschen, CII-XML der EN-16931-Familie als Vorbereitung. Keine zertifizierte Pflichterfüllung, kein Peppol-Zustelldienst.
Grenze zum Hauptberuf
Anzeichen, dass „ohne DATEV“ nicht mehr trägt: Du stellst täglich ein. Du hast eine Angestellte. Du brauchst Mahnläufe. Die Kanzlei importiert nur noch maschinell. Der Umsatz reißt die 100.000-Euro-Grenze im laufenden Jahr — dann endet die Kleinunternehmerbefreiung unterjährig, und der Satz in der App muss mit dem Gesetz mitgehen.
Dann ist eine Suite rational. Bis dahin ist eine schmale Rechnungs-App rational. Dazwischen liegt kein moralisches Upgrade, nur Volumen.
Mini-Ablauf für den ersten Monat
Gewerbe oder Freiberuf klären, Fragebogen, Steuernummer. Entscheiden: § 19 oder Regelbesteuerung. Blitzrechnung installieren, Profil, Satz, IBAN. Ersten Kunden anlegen, erste echte Leistung abrechnen, PDF archivieren. Belege fotografieren, wenn sie anfallen. Am Monatsende Dashboard ansehen, offene Posten anstupsen — per Mail, nicht per Mahngebühr aus einer Funktion, die es nicht gibt.
Wenn du unsicher bist, ob der Nebenberuf umsatzsteuerlich zum Hauptberuf zählt oder ob Liebhaberei im Raum steht: Steuerberater, nicht App-FAQ. Die FAQ zu Kleinunternehmer und PDF beantwortet die Rechnungsfragen, nicht die Lebensführung.
Kurz
Nebenberuf ohne DATEV heißt: Rechnung raus ohne Suite. Pflichtangaben bleiben. § 19 bleibt ein Hinweis plus 0 %, oder 19 / 7 %, wenn du regelbesteuert bist. Das iPhone reicht, wenn die App den Vorgang hält. Blitzrechnung ist dafür gebaut — und hört genau dort auf, wo Buchhaltung beginnt.
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