GangGefährte · FAQ: Gangbild, Video und Gespräch in der Praxis

FAQ: Gangbild, Video und Gespräch in der Praxis

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Kurze Antworten für Halter, die ein Gangbild festhalten und damit in die Praxis gehen wollen. GangGefährte ist unsere Dokumentations-App — keine Diagnose, keine Therapie. Längere Anleitungen liegen unter Filmen für den Tierarzt, Protokoll und ohne Diagnose.

Wie filme ich den Hund für die Tierarztpraxis?

Von der Seite, im normalen Gehen, Kamera auf Schulterhöhe des Hundes, rechtwinklig zur Strecke, ganzer Hund mit allen vier Pfoten. Du bleibst stehen, der Hund läuft vorbei. Harter, ebener Boden, lockere Leine, Blick nach vorn. Rund 20 nutzbare Sekunden sind das Ziel; roh eher 25–30 Sekunden, weil Schnüffeln und Kehrtwendungen nicht zählen. Details in der HowTo-Seite.

Reicht ein Video von der Seite?

Für GangGefährte: ja, das Seitenvideo ist die Pflichtaufnahme. Eine Draufsicht ist optional und ergänzt Rute und Körperachse. Für die Praxis wollen manche Kliniken mehr: Hofheim etwa Gehen und Joggen von vorne, Seite, hinten, plus Aufstehen und Treppe. Diese Extra-Clips kannst du mitbringen, ohne sie in der App auswerten zu lassen. Ein gutes Seitenvideo ist die Mindestanforderung, nicht die Obergrenze.

Warum zeigt mein Hund in der Praxis oft nichts?

Neue Umgebung, Anspannung, anderer Boden. Praxen schreiben das selbst: viele Tiere zeigen zu Hause mehr als im Sprechzimmer. Deshalb das Video. Es widerspricht der Untersuchung nicht, es ergänzt sie. Mehr dazu unter Video statt Gedächtnis.

Stellt GangGefährte eine Diagnose?

Nein. Keine Krankheitsnamen, keine Therapie, keine Rassenorm als medizinische Wahrheit. Die App beschreibt, was im 2D-Video zu sehen ist, mit Grenzen: keine Gangartklassifikation, Rückenlinie nicht vermessen, Seiten nur „im Bild“. Die Einordnung macht die Praxis.

Bleiben die Videos auf dem iPhone?

Ja. Die Analyse läuft on-device mit Apple Vision. Videos und Bilder verlassen das Gerät nicht. Kein Konto, keine Werbung, kein Tracking. Nur Messwerte können — wenn du es ausdrücklich einschaltest — zur Textformulierung oder Datenspende gehen. Beides ist ab Werk aus.

Was ist der Referenzgang?

Die erste gute Analyse (genügend brauchbare Sekunden, erkennbare Seite) wird automatisch zur Bezugsgröße. Jede weitere fragt: läuft er noch wie sonst? Die Antwort ist stabil oder verändert, ohne beruhigende oder alarmierende Farbe. „Gut“ heißt technisch brauchbar, nicht „gesund“.

Muss ich Trab oder Galopp filmen?

Die App wertet normales Gehen aus. Fachlich werden feine Veränderungen oft erst im Trab deutlich; das sagt die App als Grenze, sie klassifiziert die Gangart nicht. Ein extra Trab-Clip für die Praxis ist trotzdem sinnvoll. Galopp auf dem Gehweg ist selten eine gute Dokumentationsidee.

Was bedeutet Pass — und warum soll ich ihn vermeiden?

Pass ist ein gleichseitiger Zweitakt, kein ruhiger Viertakt-Schritt. Manche Hunde fallen bei zu langsamen Tempo oder an der Leine hinein. Das ist keine Diagnose. Für die Aufnahme willst du gleichmäßiges Gehen. Wenn er nur im Pass läuft, notierst du das und sprichst es in der Praxis an, statt den Clip zu erzwingen.

Wie lang darf ein einzelnes Video sein?

Seitenvideo: 12 bis 180 Sekunden, Ziel rund 20 nutzbare Sekunden über einen oder mehrere Clips. Draufsicht optional: 6 bis 120 Sekunden. Die Live-Hilfe in der App zählt brauchbare Sekunden. Nachreichen ist vorgesehen.

Warum muss die Kamera so tief sein?

Weil sonst der Rücken die Gliedmaßen verdeckt. „Schulterhöhe“ meint die Schulter des Hundes, bei kleinen Hunden etwa deine Kniehöhe. Von oben herabfilmen ist der häufigste Fehler — auch in der ersten Testaufnahme der App-Entwicklung. Technik: Seite filmen.

Geschirr oder Halsband — was ist richtig zum Filmen?

Dasselbe wie sonst. Ein Geschirr kann räumlich-zeitliche Parameter gegenüber freiem Gehen verändern. Verlaufsaufnahmen sind nur mit gleicher Ausrüstung vergleichbar. Für die Praxis notierst du, was er anhatte.

Darf ich nebenherlaufen?

Nein, nicht für das Seitenvideo der App. Mitlaufen erzeugt Bewegungsunschärfe und ändert den Blickwinkel. Du bleibst stehen. Eine zweite Person führt an lockerer Leine. Wenn du allein bist, reicht ein gerader Abschnitt, den der Hund kennt.

Was, wenn die App sagt, die Datenbasis reicht nicht?

Dann ist das die korrekte Ausgabe, keine kaputte App. Nachfilmen: mehr geradeaus, weniger Nase am Boden, Hund größer im Bild, Seite statt Rücken, hartes Licht. Eine erfundene Zahl wäre schlimmer. Der Satz gehört ins Protokoll.

Kann ich das PDF in der Praxis zeigen?

Ja, als Gesprächshilfe. Der Bericht enthält Befundsätze, Verlauf, Kurven und eine Methodikseite. Er ist kein Arztbrief und keine Überweisung. Manche Praxen schauen lieber zuerst das Rohvideo. Biete beides an, dränge nicht.

Viele Halter merken etwas zuerst hinten — ist das schon eine Diagnose?

Nein. Es ist eine häufige Beobachtung, und Hintergliedmaßen-Lahmheit wird in der Veterinärliteratur oft diskutiert. Ursache kann Pfote, Knie, Hüfte, Rücken oder etwas anderes sein. Du beschreibst, was du siehst. Namen vergibt die Untersuchung.

Wann soll ich nicht filmen, sondern fahren?

Wenn der Hund nicht mehr geht, ein Bein offensichtlich verletzt ist, vor Schmerzen jault, tiefe Wunden hat oder nach einem Unfall. AniCura listet solche Sofortgründe. Unsicherheit: anrufen, nicht die App befragen.

Läuft die Auswertung in der Cloud?

Die Bewegungsanalyse nicht. Sie bleibt auf dem Gerät. Nur optionale Textformulierung und optionale Datenspende übertragen Messwerte, nie das Video, und nur nach Einwilligung.

Brauche ich ein Konto?

Nein. Kein Login, keine Werbung. Support per Mail an Info@bruniqo.de, am besten mit iPhone-Modell, iOS-Version und der Stelle, an der die Aufnahme hakt.

Wie viele Clips soll ich zum Termin mitbringen?

Lieber zwei gute als zwanzig chaotische. Ein Seitenvideo vom typischen Bild, optional ein Clip vom auffälligen Moment, plus drei Zeilen Kontext. Wie du das übergibst: Video zum Termin.

Ersetzt die App die Physiotherapie oder die Reha-Kontrolle?

Nein. Nach einer tierärztlich bestätigten Diagnose kann der Reha-Modus den Verlauf markieren. Übung, Belastung, Medikation bleiben bei Praxis und, wenn verordnet, Physiotherapie. Die App dokumentiert.

Ist GangGefährte schon im App Store?

Die App ist eingereicht (WAITING_FOR_REVIEW). Die Store-Seite mit der Apple-ID 6804653822 kann schon erreichbar sein. Ehrlicher CTA: im App Store ansehen, keine Downloadzahl.

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Zählt Slow-Motion?

Physio-Blogs empfehlen Slow-Motion zum eigenen Draufschauen. Die App erwartet ein normales Video mit mindestens 29 fps und wertet intern mit eigener Abtastung. Ein Extra-Slow-Mo fürs Auge der Praxis schadet nicht, ersetzt aber das Seitenvideo in Echtzeit nicht.

Darf ich den Hund anschauen, während ich filme?

Lieber nicht. Wer den Hund ansieht, bringt ihn oft dazu, zurückzuschauen. Das ändert Kopfhaltung und Takt. Blick in Laufrichtung, lockere Leine.

Speichert die App Namen, Rasse oder den Chip?

Für die Auswertung des Clips braucht sie das Video, nicht den Stammbaum. Eine freiwillige Datenspende — falls du sie einschaltest — ist auf Messwerte ohne Namen, Rasse und Freitext gebaut. Default bleibt aus. Wer den Hund in der App benennt, damit die Übersicht klappt, hält das lokal. Die Praxis braucht Signalement trotzdem: Alter, Größe, bekannte Diagnosen sagst du mündlich, nicht die Software.

Funktioniert das nur mit iPhone?

GangGefährte ist eine iOS-App. Die Aufnahme-Idee — Seite, tief, stehen bleiben, 20 nutzbare Sekunden — gilt unabhängig davon. Du kannst denselben Clip mit jedem Handy drehen und mitbringen. Die on-device-Auswertung, der Referenzgang und das PDF sind an die App auf dem iPhone gebunden.

Darf ich mehrere Hunde dokumentieren?

Ja, getrennt. Referenzgang ist persönlich, nicht „der Haushalt“. Mischclips, in denen zwei Tiere durchs Bild laufen, sind für die Erkennung Gift. Ein Hund pro Aufnahme, dieselbe Regel wie in der Klinik: ein Patient im Vorführgang.

Die FAQ ersetzt weder Notfallwissen noch die Untersuchung. Wenn etwas akut ist, zählt die Praxis zuerst.

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