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VPD verstehen: Warum dein Klima wichtiger ist als dein Dünger

Viele Grower optimieren wochenlang ihren Dünger-Plan — und ignorieren die eine Zahl, die Wachstum wirklich limitiert: das Dampfdruckdefizit (VPD). VPD beschreibt, wie stark die Luft an deinen Pflanzen „saugt": die Differenz zwischen dem Wasserdampf, den die Luft aufnehmen könnte, und dem, den sie schon enthält.

Warum VPD zählt

Ist das VPD zu niedrig (schwül), transpiriert die Pflanze kaum — sie nimmt weniger Wasser und damit weniger Nährstoffe auf, und Schimmelrisiko steigt. Ist es zu hoch (trocken), schließt sie die Spaltöffnungen, um sich zu schützen — Photosynthese bricht ein. In beiden Fällen hilft kein zusätzlicher Dünger, sondern nur besseres Klima.

Richtwerte pro Phase

PhaseVPD-ZielbereichFaustregel
Stecklinge/Keimung0,4–0,8 kPahohe Luftfeuchte, sanftes Klima
Vegetative Phase0,8–1,2 kPamoderat, Wachstum anschieben
Blüte1,2–1,6 kPatrockener, Schimmel vorbeugen

So steuerst du VPD ohne teure Technik

VPD ergibt sich aus Temperatur und relativer Luftfeuchte — ein 15-€-Thermo-Hygrometer reicht zum Messen. Senken kannst du das VPD mit einem Luftbefeuchter oder nassen Handtüchern, erhöhen mit Abluft und Heizung. Wichtig ist die Blatttemperatur: sie liegt unter LED meist 1–2 °C unter der Raumtemperatur, das verschiebt dein reales VPD nach unten.

Woche für Woche automatisch geplant

GrowRoadmap berechnet dir aus deinem Setup (Zelt, Licht, Abluft) die passenden VPD-, Temperatur- und Feuchte-Ziele für jede einzelne Woche — zusammen mit Licht- und Nährstoffplan als abhakbare Matrix.

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